adidas Superstar - Moving Culture

Samstag, 19. Juli 1986. Auf ihrer ausverkauften "Raising Hell"-Tour machen Run DMC Halt im Madison Square Garden in New York City als Joseph Simmons aka "Run" plötzlich die Musik stoppt und die 20.000 anwesenden Fans auffordert, ihre Schuhe auszuziehen und hochzuhalten. Ein nicht ganz zufällig eingeladener adidas-Vertreter namens Angelo Anastasio traut seinen Augen kaum: Binnen Sekunden verwandelt sich der Madison Square Garden in ein einziges Meer aus Sneakern seines Arbeitgebers. Besonders häufig ist die Silhouette des adidas Superstars zu sehen, der unabdingbar zum Look von Run DMC gehört und dem die populäre Rap-Band mit der zwei Monate zuvor veröffentlichten Single "My adidas" sogar eine eigene Hymne gewidmet hat. Kurz darauf sind Run DMC die ersten Musiker mit einem Major-Endorsement-Deal und der adidas Superstar als Sneaker of choice der weltweit aufblühenden Hip-Hop-Bewegung ein absoluter Verkaufsschlager.

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Januar 2020. Ein Sprung in die Gegenwart zeigt, dass der Superstar noch immer relevant ist. Nicht zuletzt das spektakuläre 2015er-"Supercolor Pack", bei dem Tastemaker Pharrell Williams den Superstar in gleich 50 verschiedene Farben tunkte, festigte den einzigartigen Status des Kultschuhs im Sneaker-Universum. Auch die Premieren-Collab mit A Bathing Ape wird bis heute gefeiert und der "Super Ape Star" von Sammlern weltweit verehrt. Eine Silhouette, die so bravourös den Test der Zeit besteht, ist eine Seltenheit und für uns bei asphaltgold Grund genug, dem Superstar gebührend zu huldigen. Unter dem Motto "Moving Culture" haben wir ein Video produziert, das im Zeichen der unzertrennlichen Verbindung zwischen der Musik- und Jugendkultur und dem adidas Superstar steht. Zu einem maßgeschneiderten Tune von Lukas Lehmann und Philipp Rittmannsperger, Betreiber des Lui Hill Studios, zeigt Tänzerin Emilia Tomm ihre choreografischen Künste. Wir wünschen viel Spaß beim Anschauen und sagen "Happy birthday, Superstar"!

Ursprung im US-Basketball

Wie es sich für eine Ikone gehört, besitzt der Schuh, der aufgrund seiner muschelartig anmutenden Gummikappe im Zehenbereich auch als "Shell Toe" bekannt ist, eine umfangreiche Historie. Dass er überhaupt das Licht der Welt erblickte, ist Horst Dassler zu verdanken. Der Sohn von Adi Dassler war beflügelt von der Idee, die von seinem Vater 1949 gegründete Marke weiter expandieren zu lassen. Nachdem er die Geschicke bei adidas France übernommen hatte, versuchte er in den USA Fuß zu fassen. Auf Anraten seines Partners Chris Severn, ein Kenner des amerikanischen Markts, ließ Horst Dassler einen neuartigen, innovativen Basketballschuh entwickeln. Die zu der Zeit im Basketball vorherrschenden Modelle Converse All Star und Pro-Keds Royal bestanden aus Canvas-Stoff und sorgten aufgrund mangelnder Stabilität immer wieder für Verletzungen bei den Spielern. Dasslers Lösung: Ein Lederschuh, der die Knöchel schonte, dank seiner Sohle deutlich mehr Grip besaß und etwa 30% leichter war als die Alternativen der Konkurrenz.

Nach seinem Erscheinen 1964 anfangs noch mit viel Skepsis rezipiert, fanden Dassler und Severn in den San Diego Rockets einen ersten Abnehmer des "Supergrip" getauften Schuhs (bzw. "Pro Model" in der High-Top-Variante). Nach und nach hielt das neue Modell Einzug in die NBA und als die Boston Celtics schließlich 1969 in Supergrips den Titel holten, war adidas endgültig im US-Basketball angekommen.

Der Name seines neuen Verkaufsschlagers war Dassler jedoch noch ein Dorn im Auge, klang "Supergrip" doch deutlich weniger majestätisch als die Modellbezeichnungen der Wettbewerber. Et voilá: Der Superstar war geboren und brachte neben einer neuen Bezeichnung auch performancetechnische Verbesserungen mit. Ein 1976 vereinbarter Ausrüster-Vertrag mit Kareem "Sky Hook" Abdul-Jabbar, zweifellos der herausragende Basketball-Spieler seiner Zeit, zementierte die Marktführerschaft der Herzogenauracher.

Superstar trotzt den Gesetzen des Marktes

Auch, wenn adidas im Basketball-Bereich ab Mitte der 80er (maßgeblich von der Jordan Brand) nach und nach vom Thron gestoßen wurde, ließ die globale Beliebtheit des Superstars in der Folge nie nach. In der Hip-Hop-Szene nach wie vor hoch im Kurs, entdeckten neben Grunge- und Punk-Rock-Bands auch Skater den Schuh für sich, besonders als er um die Jahrtausendwende als Superstar II in einer aktualisierten Version mit verbesserten Materialien und einer dicker gepolsterten Zunge auf den Markt kam.

Ob Kareem Abdul-Jabbar, Run DMC oder Pharrell Williams – die Liste der Botschafter des Superstars ist gespickt mit großen Namen und ein entscheidender Faktor, dass der Schuh auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Markteinführung nichts von seiner immensen Strahlkraft eingebüßt hat. adidas Superstar - Moving Culture!

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