Die Evolution des Sneakers in der Skateszene

Auch, wenn bereits zu Beginn der 50er Jahre einige Surfer in Kalifornien ihr Hobby vom Meer auf den Asphalt verlagerten und sich mit Brettern und einfachen Rollen erste Boards selber bastelten, dauerte es noch gut 20 Jahre, bis sich Skateboarding fest in der Jugendkultur etablierte. Nachdem die Firma Cadillac Wheels mit der Einführung von Urethan-Rollen komfortables Skaten auf diversen Belägen ermöglichte und Alan Gelfand mit der Erfindung des berühmten Ollies der Szene zu zusätzlicher Popularität verhalf, war der Durchbruch endgültig geschafft.

Und klar: Wie in jeder ordentlichen Jugendbewegung ist auch im Skateboarding der Style ein unabdingbarer Faktor. Da anfangs noch kaum auf Skateboarding spezialisierte Modelle auf dem Markt waren, griffen die Skater zu Sneakern aus anderen Bereichen und zweckentfremdeten sie kurzerhand. Vor allem Basketballschuhe waren in den Skateparks häufig zu sehen. Der Hauptgrund liegt sicherlich in der Dämpfung, die beim Skaten ebenso essenziell ist wie beim Basketball.

Bones Brigade gibt den Ton an

Ein besonders beliebtes "konvertiertes" Modell war der Nike Air Jordan 1 – trotz seines für damalige Verhältnisse hohen Retail-Preises von 65 Dollar. Der High-Top-Cut schränkte die Mobilität zwar ein wenig ein, sorgte aber für erhöhte Stabilität und bot einen willkommenen Schutz für Knöchel, die Achillesferse eines jeden Skaters. Vor allem die legendäre Crew Bones Brigade um den weltbekannten Skater Tony Hawk war bekannt dafür, AJ1s zu rocken und setzte damit einen dominanten Trend.

Dass dem AJ1 auch im Skateboarding eine tragende Rolle zukam, würdigt die wohl bekannteste Skater-Brand Vans nun mit einer eigenen Vault-Kollektion. Auf sehr wertigen Varianten der Klassiker Sk8-Hi und Old Skool zaubert die Marke aus Kalifornien drei Colorways auf das edle Leder-Upper, die den OG-Colorways White/Black/Red, Black/Royal Blue und White/Dark Powder Blue des AJ1 nachempfunden sind. Eine Hommage der besonderen Art, schließlich handelt es sich bei Vans und Nike grundsätzlich um Konkurrenten.

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Nike siedelt den Dunk in Skate-Sektor über

Der AJ1 war jedoch nicht das einzige Basketball-Modell aus dem Hause Nike, dessen Sohle in den 80ern auf den Boards dieser Welt zu Hause war. Auch der Blazer oder der Dunk, der später mit dem Zusatz "SB" sogar offiziell in Nikes Skateboard-Linie übernommen wurde, zählten zu den Go-To-Sneakern der Skater.

Rodney Mullen Converse

Andere Brands feierten ebenfalls unverhofften Erfolg in der Skateszene. So zeigten sich Ikonen wie Neil Blender oder Rodney Mullen häufig in Modellen wie dem Converse Chuck Taylor All Star, dem Pony City Wings oder verschiedenen Schuhen von adidas, die prompt reagierten und mit dem "Skate" einen eigenen Skateschuh veröffentlichten. Auch vom Reebok Club C ist überliefert, dass ihn einige Skater für sich entdeckten.

Als Ende der 80er und Anfang der 90er Brands wie Airwalk, DC Shoes, Etnies, Globe, éS und natürlich Vans mit verbesserten Dämpfungssystemen um die Ecke kamen und sich immer mehr auf den Skatemarkt spezialisierten, verschwanden die Basketball-Silhouetten nach und nach aus dem Skating-Umfeld. Für diejenigen, die gerne in Erinnerung schwelgen, haben wir ein paar schöne Vintage-Fotos in der Galerie zusammengestellt.

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Fotos © J. Grant Brittain & complex.com